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Im Jahr 1910/11 erhielt der Stuttgarter Regierungsbaumeister Professor Heinrich Henes den Auftrag zum Bau des chemischen Laboratoriums (Neckartal 172). Zu diesem Zeitpunkt war Max von Duttenhofer bereits seit 7 Jahren tot.
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Im Jahr 1910/11 erhielt der Stuttgarter Regierungsbaumeister Professor Heinrich Henes den Auftrag zum Bau des chemischen Laboratoriums (Neckartal 172). <br />Zu diesem Zeitpunkt war Max von Duttenhofer bereits seit 7 Jahren tot. <br />
  
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Das Denkmal für Max von Duttenhofer von Adolf Donndorf wurde bereits im Jahre 1905 errichtet. Auf dem Giebel ist ein Löwe abgebildet, der mit<br /> einer schweren Granate spielt. Das württembergische Wappen trägt statt einer Krone drei Bomben. Die beiden Jahreszahlen 1887 und 1911 nennen die Jahre, <br />in denen die beiden wichtigsten Lieferverträge der Pulverfabrik abgeschlossen wurden. 1911 ist auch das Datum der Fertigstellung des Gebäudes. <br />Das Laboratorium erinnert an einen Tempel - der Elfenbeinturm der Pulverfabrik - steingewordener Unternehmerleitsatz: Innovation als Grundlage des Erfolges. <br />Ein bitterer Beigeschmack bleibt: Granaten sind keine Spielzeuge für Löwen sondern Tötungs- und Vernichtungswerkzeuge. <br />Das Ausmaß des Militarismus vor dem ersten Weltkrieg kann erahnt werden. 
 
 
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| <span style="font-family: Arial;">Pulverfabrik, Chemisches Laboratorium, 22. Dezember 1999</span>
 
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Das Denkmal für Max von Duttenhofer von Adolf Donndorf wurde bereits im Jahre 1905 errichtet. Auf dem Giebel ist ein Löwe abgebildet, der mit einer schweren Granate spielt. Das württembergische Wappen trägt statt einer Krone drei Bomben.
 
 
 
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Die beiden Jahreszahlen 1887 und 1911 nennen die Jahre, in denen die beiden wichtigsten Lieferverträge der Pulverfabrik abgeschlossen wurden. 1911 ist auch das Datum der Fertigstellung des Gebäudes.
 
 
 
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Das Laboratorium erinnert an einen Tempel - der Elfenbeinturm der Pulverfabrik - steingewordener Unternehmerleitsatz: Innovation als Grundlage des Erfolges.
 
 
 
Ein bitterer Beigeschmack bleibt: Granaten sind keine Spielzeuge für Löwen sondern Tötungs- und Vernichtungswerkzeuge. Das Ausmaß des Militarismus vor dem ersten Weltkrieg kann erahnt werden. 
 
  
 
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Aktuelle Version vom 26. März 2020, 20:20 Uhr

Im Jahr 1910/11 erhielt der Stuttgarter Regierungsbaumeister Professor Heinrich Henes den Auftrag zum Bau des chemischen Laboratoriums (Neckartal 172).
Zu diesem Zeitpunkt war Max von Duttenhofer bereits seit 7 Jahren tot.

Das Denkmal für Max von Duttenhofer von Adolf Donndorf wurde bereits im Jahre 1905 errichtet. Auf dem Giebel ist ein Löwe abgebildet, der mit
einer schweren Granate spielt. Das württembergische Wappen trägt statt einer Krone drei Bomben. Die beiden Jahreszahlen 1887 und 1911 nennen die Jahre,
in denen die beiden wichtigsten Lieferverträge der Pulverfabrik abgeschlossen wurden. 1911 ist auch das Datum der Fertigstellung des Gebäudes.
Das Laboratorium erinnert an einen Tempel - der Elfenbeinturm der Pulverfabrik - steingewordener Unternehmerleitsatz: Innovation als Grundlage des Erfolges.
Ein bitterer Beigeschmack bleibt: Granaten sind keine Spielzeuge für Löwen sondern Tötungs- und Vernichtungswerkzeuge.
Das Ausmaß des Militarismus vor dem ersten Weltkrieg kann erahnt werden. 

Neckartal 172 am 30. April 2016, Copyright: R.Kleinfeld ; Kleira Picture Art
Neckartal 172 am 30. April 2016, Copyright: R.Kleinfeld ; Kleira Picture Art
Neckartal 172 am 30. April 2016, Copyright: R.Kleinfeld ; Kleira Picture Art
Quellenangaben:     H. Ebert und W. Hecht, Kulturdenkmale in Rottweil
      Dr. Berhard Laule, Die ehemalige Pulverfabrik in Rottweil am Neckar