Partnerstädte/L'Aquila/SpendenAquila: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Rottweiler Bilder
Wechseln zu:Navigation, Suche
[unmarkierte Version][unmarkierte Version]
K (Kaib verschob die Seite 20150918-133804A-stetz/20160824-105606C-stetz/SpendenAquila nach Partnerstädte/20160824-105606C-stetz/SpendenAquila, ohne dabei eine Weiterleitung anzulegen)
K (Pflaig verschob die Seite Partnerstädte/20160824-105606C-stetz/SpendenAquila nach Partnerstädte/L'Aquila/SpendenAquila, ohne dabei eine Weiterleitung anzulegen)
 
(kein Unterschied)

Aktuelle Version vom 9. April 2019, 19:33 Uhr

Nach dem furchtbaren Erdbeben am 04. April 2014 in Rottweils Partnerstadt L'Aquila hat die Stadt Rottweil folgende Sonderkonten, Stichwort "Erdbebenhilfe L'Aquila", eingerichtet:

Konto-Nr. 24 990 019 bei Volksbank Rottweil (BLZ 642 901 20)
Konto-Nr. 79 4567 bei der Kreissparkasse Rottweil (BLZ 642 500 40).

Auch die Caritas hat ein Spendenkonto eingerichtet:

Kreissparkasse Rottweil, Kontonummer 13 2002, BLZ 642 500 40, Stichwort: Erdbeben

L'Aquila liegt in Trümmern und braucht Rottweils Hilfe, bitte spenden Sie!

5 Jahre nach dem Beben Zeitungsbericht vom 02. April 2014 / STUTTGARTER-ZEITUNG.DE

....„Jetzt gehen die Arbeiten in der Stadt wenigstens los“, sagen zwei ältere Frauen, die das Beben aus ihren Häusern vertrieben hat. Sie wollen sich bei einem Spaziergang den Kran und die „uns fremd gewordene Innenstadt“ anschauen: „L’Aquila hat sein Herz verloren. Wir Bürger treffen uns seit fünf Jahren nicht mehr in unserem Stadtzentrum, sondern in den Einkaufszentren drum herum. Die sehen aus wie überall auf der Welt. Unsere Kinder wachsen ohne Wurzeln auf.“

Szenenwechsel: Giustino Parisse steht auf einem kleinen Fleck Terrakotta-Fußboden, um ihn herum wuchert dorniges Gestrüpp. „Hier war vor fünf Jahren meine Küche“, sagt der Chefredakteur der örtlichen Tageszeitung „Il Centro“, der in der Nacht zum 6. April 2009 seine beiden Kinder und seinen Vater verloren hat. Von Parisses zweistöckigem Haus in Onna, dem kleinen Vorort von L’Aquila, ist nichts übrig außer ein paar verwitternde Balken und, darunter vom Regen durchtränkt, der letzte Stoffelefant aus dem Kinderzimmer.

Giustino Parisse hat viel verloren. Der Ortskern von Onna sieht aus wie am Tag nach dem Beben: eine Schutthalde. Zwar leben die 300 verbliebenen Einwohner heute in vergleichsweise schmucken, bunten, provisorischen Holzhäuschen gleich daneben; zwar hat Deutschland, das sich wegen eines Nazi-Massakers von 1944 diesem Dörfchen gegenüber in der Pflicht sieht, ein elegantes Gemeindezentrum hingestellt und den Wiederaufbau der achthundertjährigen Dorfkirche auf der Piazza bezahlt. „Das geht auch sehr gut voran“, sagt Parisse, „aber wenn die Kirche wieder steht – was steht dann drum herum? Das blanke Nichts.“ Dabei hat Onna schon vor drei Jahren einen Plan für den Wiederaufbau vorgelegt. Doch abgesehen davon, dass der Staat damals noch kein Geld hatte, „gibt es bis heute noch kein Konzept für die Strom-, Gas- und Wasserversorgung“, sagt Parisse. So ist alles hängen geblieben. In den anderen 55 Dörfern des Bebenkraters sieht es ähnlich aus: Erst 37 haben ihren Plan für den Neuaufbau vorgelegt und vom Staat genehmigt bekommen. „Sieben, acht Jahre“, schätzt Parisse, wird der Aufbau des winzigen Onna noch dauern, „in den anderen Orten eben noch viel länger.“

In einem Neubaugebiet von L’Aquila, tagtäglich von Hunderten Bürgern bestürmt, leitet Paolo Aielli das „Spezialbüro für den Wiederaufbau“. Dass es mit dem historischen Stadtzentrum erst jetzt vorangeht, sagt er, „liegt daran, dass erst seit 2013 Geld vom Staat fließt.“ Zwar hat die Regierung schon vorher zehn Milliarden Euro ausgegeben: für die Sicherungsmaßnahmen und für den Bau von 19 „New Towns“, in denen – überstürzt und „zu 158 Prozent über dem normalen Marktpreis“, wie der EU-Rechnungshof rügt – mehr als 26000 Bürger untergebracht wurden. Der Rest floss in die Restaurierung von leicht oder mittel beschädigten Gebäuden an den Rändern von L’Aquila; dort läuft heute das Leben beinahe im Normalbetrieb.