Ansichten/Innenstadt/Naegelesgraben/Blumenbeete u.a. 23.06.2020: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Blumen Nägelesgraben16.jpg|ohne|mini|800x800px]]Die schönen Aufnahmen wurden von W. Schwenk am 23.06.2020 angefertigt. Die auf einer Aufnahmen abgebildeten Personen gaben ausdrücklich das Einverständnis, dass dieses Bild hier verwendet werden darf. Copyright: W. Schwenk   
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[[Datei:Blumen Nägelesgraben16.jpg|ohne|mini|800x800px]]Die schönen Aufnahmen wurden von W. Schwenk am 23.06.2020 angefertigt. Die auf einer Aufnahme abgebildeten Personen gaben ausdrücklich das Einverständnis, dass dieses Bild hier verwendet werden darf. Copyright: W. Schwenk   
 
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Aktuelle Version vom 29. Juni 2020, 20:10 Uhr

Blumen Nägelesgraben16.jpg

Die schönen Aufnahmen wurden von W. Schwenk am 23.06.2020 angefertigt. Die auf einer Aufnahme abgebildeten Personen gaben ausdrücklich das Einverständnis, dass dieses Bild hier verwendet werden darf. Copyright: W. Schwenk

Die Farbenpracht ist kaum zu überbieten, es summt und brummt, Bienen und Hummeln fliegen eifrig von Blüte zu Blüte: Dieses Schauspiel bietet sich nicht etwa auf einer großen Blumenwiese, sondern mitten in der Stadt. Die neue naturnahe Bepflanzung am Nägelesgraben ist ein Erfolgsprojekt.Wer den vorbeiziehenden Verkehr ignoriert und sich Zeit nimmt, etwas länger an den Beeten rechts und links der Straße zu verweilen, der staunt, wie viel "Betrieb" rund um die Blüten herrscht. Genau das war das Ziel: Mit der Pflanzung von rund 4000 Stauden sollte heimischen Insekten Lebensraum und Nahrung geboten werden. "Natur nah dran" heißt das Projekt zur "Förderung der biologischen Vielfalt in Kommunen", das Albert Schmidt vom Tiefbauamt und der NABU am Nägelesgraben mit Wildpflanzen umgesetzt haben. Pflegeaufwand hat sich deutlich reduziert. Die Stauden in verschiedenen Abstufungen wurden so angelegt, dass die Insekten quasi magisch angezogen werden. Auffällige Blüten wie die der gelben Taglilie locken die Insekten an – und wenn sie erst einmal da sind, finden sie auch drumherum genügend Nahrung. Gleichzeitig wurde mit der Umgestaltung der Pflegeaufwand deutlich reduziert. Die Stauden kommen mit vergleichsweise wenig Wasser aus, was dem Rottweiler Betriebshof eine Menge Arbeit erspart. Und im Winter werden die Flächen nicht komplett abgeräumt, vielmehr sollen die vertrockneten Pflanzen auch dann Schutz für zahlreiche Insekten und Kleintiere bieten.Vor der Bepflanzung waren die innerstädtischen Flächen mit einem Schotter-Lava-Gemisch ausgelegt worden, das speziell auf die Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt ist. Diese bevorzugen einen nährstoffarmen, trockenen Standort, Humus wäre für die Stauden, die auf der Schwäbischen Alb heimisch sind, laut Albert Schmidt zu "fett". Zu Beginn gab die graue Schotterschicht allerdings nicht gerade ein schönes Bild ab, weshalb sich Schmidt einige Beschwerden aus der Bevölkerung hatte anhören müssen. Dass aber doch alles seine Richtigkeit hatte, zeigt sich nun am Ergebnis. Die Blütenpracht am Nägelesgraben ist ein Insektentraum geworden – und für Passanten nicht zuletzt in diesen trüben Tagen ein echter Hingucker. Genau das Richtige für eine Stadt, die 2028 die Landesgartenschau ausrichten wird.Rottweil ist eine von 13 Städten und Gemeinden, die sich 2019 erfolgreich um eine Teilnahme am landesweiten Projekt "Natur nah dran" zur Förderung der biologischen Vielfalt im Siedlungsraum beworben hatte. Das Kooperationsprojekt des NABU und des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg fördert von 2016 bis 2020 jährlich mindestens zehn Kommunen bei der Anlage naturnaher Grünflächen im Rahmen einer 50-Prozent-Förderung, maximal bis zu 15 000 Euro. So sollen Tiere wie Wildbienen und Schmetterlinge neuen Lebensraum finden. In der Fördersumme sind auch Workshops für kommunale Bedienstete enthalten. Neben dem Nägelesgraben sind in Rottweil an weiteren Standorten extensive Staudenflächen entstanden.

Quelle: Schwarzwälder Bote Online vom 17.06.2020