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Die Schindelbrücke in der Au

Zum erstenmal urkundlich erwähnt wird eine Brücke über den Neckar im Zusammenhang mit dem Stadttor der Au-Vorstadt im Jahr 1384. Auf der Pürschgerichtskarte von 1564 ist sie als unbedachte Holzbrücke dargestellt, sie ruht auf zwei Pfeilern. Der Rottweiler Merianstich von 1643 zeigt sie als gedeckte Holzbrücke, die auf drei Pfeilern ruht. 1643 wurde die Brücke mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit zerstört. Die Herbststürme des Jahres 1803 zerstörten den Vorgängerbau der heutigen Brücke.

Die Schindelbrücke in der Au am 18. Juni 2000

Im Jahr 1804 wurde die Schindelbrücke in ihrer heutigen Form durch den Rottweiler Zimmermeister Alois Hermann neu errichtet, seine Initialen sind an den Stirnbalken der Brücke noch heute sichtbar. In den 1960er Jahren wurde der hölzerne Boden der Brücke durch eine Asphaltfahrbahn ersetzt. 

Die Schindelbrücke in der Au am 18. Juni 2000

Am 16. Mai 2000 wurde in der lange verwaisten Nische am stadtseitigen Ende der Brücke eine Nepomuk-Statue geweiht. Zwei Mitglieder des Geschichts- und Altertumsvereins haben die Statue gestiftet, der Rottweiler Walter Weger hat sie nach einem barocken Vorbild im Stadtmuseum geschnitzt.

Die Schindelbrücke in der Au am 18. Juni 2000

Obwohl die Brücke ein Baudenkmal ist, donnern auch schwere Lastzüge über sie hinweg. In der Umgebung Rottweils ist die Brücke das einzige Überbleibsel der Brückenbaukunst der einstigen Rottweiler Zimmerleute.

Nepomuk-Statue

Im Jahr 1986 erhielt die Brücke eine neue Verschalung und ein neues Dach mit handgehauenen Schindeln aus kanadischer Rotzeder. Mit der neuen Verschalung hat die Brücke nur noch eine Fensteröffnung auf jeder Seite, zuvor waren es jeweils zwei. Die Baukosten betrugen etwa 100.000 DM. Das Tafelbild aus dem Jahr 1787 wurde wieder als Kopie angebracht.

Die Schindelbrücke in der Au am 18. Juni 2000

 

Quellenangaben:     H. Ebert und W. Hecht, Kulturdenkmale in Rottweil
    Schwarzwälder Bote vom 17.05.2000
      Marta Burkhart, Au-Chronik 1981/1982 - Anhang von 1999